Ringe tauschen im Roten Haubarg

Ringe tauschen im Roten Haubarg

Hochzeit mit historischem Flair kann auch im Roten Haubarg gefeiert werden – einem Schmuckstück einstiger Eiderstedter Bauernhauskultur. Das Anwesen im Adolfskoog, Gemeinde Witzwort, wurde 1647/48 erbaut und beherbergt heute eine Gaststätte und ein kleines Landwirtschaftsmuseum.

Kleinere Gruppen – etwa 20 bis 25 Personen – finden während der Trauung in der so genannten Hochstube Platz. Sie ist ausschließlich mit antiken Möbeln bestückt. Das Brautpaar fiebert dem Ja-Wort auf Worpsweder Hochzeitsstühlen entgegen, die früher einmal in einer Kirche gestanden haben. Größere Gesellschaften bis zu 200 Personen können ab Mai im Museum beziehungsweise in einem Zelt untergebracht und beköstigt werden. In puncto Speiseplan sind die Gastronomen für alle Wünsche offen – seien es Eiderstedter Spezialitäten oder ein italienisches Büfett.

Wer sich in dem gemütlichen alten Haus ausschließlich trauen lässt, zahlt 100 Euro Miete. Der Betrag entfällt bei einem anschließenden Essen oder Kaffeetrinken. Anmeldungen für die Trauung über:

Amt Nordsee-Treene

Schulweg 19

25866 Mildstedt

04841/992750

oder per Mail an: i.jensen(at)amt-nordsee-treene.de

Ansprechpartner im Roten Haubarg ist Jürgen Reck, Telefon 0 48 64/8 45.

In der Sage, die sich um den Haubarg rankt, geht es ebenfalls um das Thema Heiraten. An der Stelle des großen stolzen Hofes soll ein armseliges Haus gestanden haben, das ein mittelloser junger Mann bewohnte. Er war verliebt in die Tochter des reichen Schmieds, seines Nachbarn gegenüber. Doch der wollte von dem armen Freier nichts wissen. In seiner Verzweiflung verschrieb der junge Mann seine Seele dem Teufel, wenn er ihm in einer Nacht bis zum Hahnenschrei ein großes Haus bauen könnte. Doch am Ende siegte die Liebe. Der arme Mann bekam einen großen Haubarg, die Nachbarstochter, und er behielt seine Seele.