Oldenswort - St. Pankratius

St. Pankratius, Oldenswort

St. Pankratius, Oldenswort
St. Pankratius, Oldenswort

Die älteste Kirche von Oldenswort war eine hölzerne Kapelle, 
die vermutlich zu Beginn des 13. Jahrhunderts auf einer Warft südlich von Hoyerswort erbaut wurde. 
Über sie wird in der Eiderstedter Chronik aus dem 16. Jahrhundert berichtet, 
sie sei 1252 vom dänischen König Abel während seines Feldzugs gegen die Friesen niedergebrannt worden.


Bis in die sechziger Jahre hinein konnte man noch die steinernen Schwellen sehen, 
die zu ihr hinaufführten. 
Sie wurden mit der Flurbereinigung abgetragen und 
dienen heute auf den benachbarten Weiden als Scheuerpfähle.

Um 1245 wurde mit dem Bau der St.-Pankratius-Kirche am heutigen Ort begonnen.
Die Grundform des Kirchenschiffs stammt noch aus romanischer Zeit. 
Der Altar stand ursprünglich in einer Apsis hinter dem heutigen Chorbogen. 
Sie hatte nur kleine, hochgelegene Fenster wie die in der Nordwand. 
Es gab kein Gestühl und die Wände waren vermutlich mit Wandmalereien verziert.

Um 1465 erfolgte ein umfassender Umbau. 
Vermutlich erhielt die Kirche damals die Erweiterung nach Norden, Süden und Westen, 
sowie den großen gotischen Chorraum. 
Aus dieser Zeit stammt das Christophorus-Gemälde an der Nordwand 
und die Malereien über dem Chorbogen. 


Vollendet wurde die jetzige Anlage durch die Errichtung des Dachreiters 1488 
und des Westturms 1485, dessen Helmgestaltung aus dem 19. Jahrhundert stammt. 
Die Triumphkreuzgruppe wurde von Lütje Möller aus Schleswig 1491 gefertigt. 
Neben diesen Spuren aus romanischer und gotischer Zeit 
bietet der Kirchenraum eine herrlich einheitliche prachtvolle und 
in sich geschlossene Renaissance-Ausstattung.


Der usprüngliche gotische Schnitzaltar wurde 1592 durch einen Gemäldealtar ersetzt, 
gestiftet vom damaligen Staller Caspar Hoyer und gemalt von dem flämischen Maler Marten van Achten.

Nur die Stippes des Altars stammt in seiner Gestaltung aus der Gotik. 
Prachtvoll ergänzt das Iversche Chorgestühl von 1589 die Ausstattung des Altarraumes. 
1564 wurde die Sandsteintaufe gestiftet, der Taufdeckel ist vermutlich noch gotischen Ursprungs. 


1570-1580 entsteht die Kanzel. Sie stand ursprünglich im Norden des Chorbogens, 
wurde aber im letzten Jahrhundert auf die Südseite verlegt. 
Die Westempore zeigt 10 Apostelfiguren und enthält das Rückpositiv der Orgel von 1592. 
Der heutige Hauptwerkprospekt stammt von 1862. 
Epitaphien aus dem 16. und 17. Jahrhundert schmücken die Nord- und die Südwand der Kirche. 
Die Kirche ist im Laufe der Jahrhunderte immer wieder renoviert und umgebaut worden, 
zuletzt umfassend 1985 und 1992.

Das neuste Bauvorhaben ist die Nachgründung des Chorraums, 
der im Osten abzusacken und einzustürzen droht 
und die Restaurierung des Christophorus- Gemäldes.

Öffnungszeiten: 



ganzjährig 9.00 - 18.00 Uhr